Sprungziele
Zum Aktivieren des Google-Übersetzers bitte klicken. Wir möchten darauf hinweisen, dass nach der Aktivierung Daten an Google übermittelt werden.
Mehr Informationen zum Datenschutz
Seiteninhalt
09.11.2017

Energiespar-Tipp November: Eignet sich das Dach für Photovoltaik? Karte zeigt das Solarpotenzial jeder Dachfläche

Dem Frosch geht ein Licht auf.

Viele denken darüber nach, ihr Dach mit Photovoltaik zu bestücken – und fragen sich: Lohnt sich das? Ob sich die Dachfläche überhaupt eignet, beantwortet der Solarpotenzial-Atlas der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW): Auf einer Karte sind die Dächer aller Gebäude im Land nach ihrer Eignungsklasse farblich markiert. Im Enzkreis sind demnach fast alle Gebäude gut oder sogar sehr gut geeignet.

Entscheidend für eine erfolgreich arbeitende Anlage sind der Neigungswinkel des Daches, die Ausrichtung nach der Himmelsrichtung und ob die Sonne ungehindert einstrahlen kann oder ob Bäume oder andere Objekte dies verhindern. Besonders viel Strom gewinnen Anlagen auf Süddächern. Die Sonneneinstrahlung ist dort zur Mittagszeit am stärksten. Rentabel sind auch Photovoltaikanlagen, die nach Süd-Ost oder Süd-West ausgerichtet sind.

Der Solarstrom kann entweder ins öffentliche Stromnetz eingespeist oder selbst verwendet werden. Damit erreichen gut geplante Photovoltaikanlagen Renditen von fünf bis sechs Prozent pro Jahr, denn der Strom vom Energieversorger ist mittlerweile wesentlich teurer als der selbst erzeugte Solarstrom. Es ist also empfehlenswert, den Eigenverbrauch des erzeugten Photovoltaikstroms zu erhöhen. Dazu kann es sinnvoll sein, die Module nach Osten und Westen auszurichten: So wird der Ertrag in den Morgen- und frühen Abendstunden erzielt – dann, wenn die Bewohner im Haus sind und Strom brauchen.

Eignet sich mein Dach für eine Photovoltaikanlage? Eine erste Antwort darauf gibt der Solarpotenzialatlas der LUBW. Eine umfassende und neutrale Beratung bekommen Interessierte beim ebz.

(Bild: Beate Schade)

Mit einem Speicher kann der Eigenverbrauch auf 60 bis 70 Prozent erhöht werden. Wenn eine Wärmepumpe mit Strom betrieben wird, ist die Anschaffung eines Speichers noch lukrativer: Der Batteriespeicher hilft dann, die solare Deckung der Heizenergie zu erhöhen. Auch ein Elektrofahrzeug ist ein Grund, die PV-Anlage mit einem Speicher zu kombinieren, damit der selbst erzeugte Strom nicht eingespeist, sondern selbst verwendet werden kann.

Weitere Daten zu erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg finden sich im Energieatlas der LUBW, etwa zu Wind, Wasserkraft oder Biomasse. So zeigen Karten, welche Freiflächen sich zum Aufstellen von Photovoltaikmodulen eignen oder wo es bereits Solaranlagen gibt: www.energieatlas-bw.de.

Falls sich Ihr Dach laut Karte gut für die Montage von Solarzellen eignet, können Sie sich beim Energie- und Bauberatungszentrum Pforzheim/Enzkreis (ebz) zu Fördergeldern und zur weiteren energetischen Sanierung beraten lassen. Zu erreichen ist das ebz telefonisch unter 07231 39-713600 oder per E-Mail an info@ebz-pforzheim.de. Die persönlichen Beratungszeiten sind Dienstag und Donnerstag 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Das ebz. arbeitet eng mit der Verbraucherzentrale zusammen. Auch dort geben Fachleute Auskunft zu Energiefragen unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809802400.

Seite zurück Nach oben Drucken