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Diese Wiese war vorher ein unwirtschaftlicher Acker mit Buntsandsteinboden in Neuhausen...
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Gelungene Landschaftspflegemaßnahmen im Enzkreis
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Grundstücksverkehr, Aufforstungen, Landschaftspflege

Grundstücksverkehr

 

Unterschiedliche Parzellenstruktur

Der Boden ist der wichtigste Produktionsfaktor für landwirtschaftliche Unternehmen. Um land- und forstwirtschaftliche Betriebe vor dem Ausverkauf ihrer landwirtschaftlichen Grundstücke zu schützen, die Ernährungsvorsorge der Bevölkerung zu sichern sowie die Agrarstruktur zu erhalten, hat der Gesetzgeber mit dem Agrarstrukturverbesserungsgesetz (ASVG) vor allem folgende Regeln getroffen:
  • Die rechtsgeschäftliche Veräußerung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe sowie land- und forstwirtschaftlich nutzbarer Grundstücke bedarf der behördlichen Genehmigung in einem besonderen Genehmigungsverfahren (§§ 3 ff. ASVG).
  • Der Genehmigungspflicht unterliegen land- und forstwirtschaftliche Flächen ab einer Größe von 1 ha, Rebflächen und gartenbauliche Flächen ab 50 ar.
  • Die Teilung landwirtschaftlicher Flächen (z.B. bei Erbteilungen) ist zum Erhalt und zur Verbesserung der Agrarstruktur grundsätzlich nur möglich, wenn keine Teilfläche kleiner als zwei Hektar wird. Forstwirtschaftliche Flächen dürfen nicht kleiner als dreieinhalb Hektar und weinbau- sowie gartenbauliche Flächen nicht kleiner als 50 ar werden.

Landpacht

Auch für die Verpachtung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke und Hofstellen sowie von Weinbau- und Gartenbauflächen ist das Agrarstrukturverbesserungsgesetz (ASVG) anzuwenden. Bei folgenden Verpachtungen sind uns die Verträge dazu vorzulegen:

  • Verpachtung von Betrieben und Hofstellen der Land- und Forstwirtschaft sowie von Weinbau- und Gartenbaubetrieben
  • Verpachtung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen ab einer Größe von zwei Hektar
  • Verpachtung von Flächen im Wein- und Gartenbau ab 50 ar.

Aufforstungen

 

Aufforstung

Unsere Kulturlandschaft lebt von der Vielfalt. Einseitige Entwicklungen gefährden den Erholungsraum und Lebensraum für Mensch und Tier. Zuwachsende Täler in Regionen mit bereits hohem Waldanteil sind ebenso zu vermeiden wie Waldinseln in der freien Landschaft, die die Agrarstruktur verschlechtern. Um eine geordnete Nutzung zu gewährleisten, sind Aufforstungen daher genehmigungspflichtig.

Christbaumkulturen, Schmuckreisigkulturen

Christbaumkulturen bis 3 Meter Höhe und Schmuckreisigkulturen bis 6 Meter Höhe sind dem Landwirtschaftsamt anzuzeigen. Es wird geprüft, ob Belange des Naturschutzes, der Verkehrssicherheit an öffentlichen Straßen oder sonstige öffentliche Belange der Anpflanzung entgegenstehen.

Landschaftspflege

Die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) ist Grundlage für Zuwendungen und Ausgaben der Landeshaushaltsordnung zur Förderung von Maßnahmen des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Landeskultur. Durch die Landschaftspflegerichtlinie soll die freie oder besiedelte Landschaft als Lebensgrundlage und Erholungsraum des Menschen geschützt, gepflegt und entwickelt werden.

Des Weiteren sollen freilebende Tiere und Pflanzen, insbesondere gefährdete und vom Aussterben bedrohte Arten geschützt, ihr Lebensraum erhalten und entwickelt werden. Hierzu werden fünfjährige Pflegeverträge mit Landwirten oder sonstigen Personen und Institutionen abgeschlossen oder gezielt einzelne Maßnahmen der Biotopvernetzung und des Artenschutzes finanziell gefördert.

Wer ist zuständig?

Landwirtschaftsamt
Stuttgarter Str. 23
75179 Pforzheim
Telefon 07231/308-1818
Telefax 07231/308-1850
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