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Der Plattenwald in Mühlacker
Der Plattenwald in Mühlacker
Die Fürsorge für unseren heimischen Wald steht im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit.
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Infos für Waldbesucher

Um die Wälder des Enzkreises so zu erhalten, wie wir sie heute vorfinden, bedarf es der Rücksichtnahme und der Mithilfe von Ihrer Seite. Im Sinne eines "Guten Miteinander" sollte Rücksichtnahme jedem Waldbesucher selbstverständlich sein. 

Einige wichtige Dinge sind hier nochmals exemplarisch zusammengefasst:

Wald und Feuer

Feuer und Wald vertragen sich nicht. Gerade in trockenen Sommermonaten ist die Gefahr eines Waldbrandes sehr hoch. Die Gefahren und Auswirkungen eines unkontrollierten Feuers sind vielfältig und verheerend.

Bei Beachtung einiger weniger Dinge lassen sich Waldbrände relativ einfach vermeiden:

  • machen Sie kein Feuer außerhalb gekennzeichneter Feuerstellen
  • achten Sie beim Verlassen der Feuerstelle darauf, dass das Feuer vollständig gelöscht ist
  • werfen Sie keine brennenden oder glimmenden Gegenstände weg
  • rauchen Sie nicht im Wald

Rauchen im Wald ist in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober sogar gesetzlich verboten. Ebenso das Feuermachen außerhalb gekennzeichneter Feuerstellen in einem Abstand von 100 Metern zum Wald.

Helfen Sie mit, durch einfaches Befolgen und umsichtiges Handeln den Wald vor Feuer zu schützen. Melden Sie entdeckte Schadfeuer im Wald umgehend per Notruf der zuständigen Rettungsleitstelle.

Autofahren im Wald

Der Wald als Ort der Erholung ist am besten ohne Motorlärm im direkten Kontakt mit der Natur zu erleben. Fahren oder Parken im Wald ist daher unzulässig.

Ausnahmen gelten natürlich für die Waldbewirtschaftung und Jagdausübung. Respektieren Sie es, wenn Waldbesitzer, Förster, Waldarbeiter, Holzkäufer oder Jäger Ihnen auf dem Weg "zur Arbeit" mit ihren Fahrzeugen begegnen.

Ausgeschilderte Parkplätze in der Nähe des Waldes können jederzeit genutzt werden, so dass keine Notwendigkeit besteht, ein Auto im Waldbestand abzustellen. Bitte parken Sie nicht vor Schranken - auch wenn diese geschlossen sind - oder am Rand von Zufahrtswegen zum Wald. Holztransporter oder Erntemaschinen befahren zu teils ungewöhnlich erscheinenden Zeiten die Waldwege und benötigen die gesamte Wegebreite.

Radfahren und Mountainbiken

Nehmen Sie beim Radfahren und Mountainbiking im Wald bitte Rücksicht auf die Umwelt und auf andere Waldbesucher.

Viele Menschen suchen Ausgleich, Ruhe und Erholung bei Spaziergängen im Wald. Die­ses Erholungsbedürfnis wird stark beeinträchtigt, wenn einzelne Radlerinnen oder Radler verbotenerweise Fußpfade und schmale Wege benutzen oder mit hoher Geschwindigkeit an Spaziergängern vorbeiflitzen. Fußgänger haben auch im Wald Vorrang vor Radlern. Nur mit Rücksichtnahme finden alle Ihre Erholung. Die meisten Waldwege haben Wegeoberflächen aus feinem Splitt. Das bedeutet lange Bremswege. Auch abends oder am Wochenende kann der Radlerin oder dem Radler in einer unübersichtlichen Kurve ein Fahrzeug begegnen. Wer hier mit zu hohem Tempo ab­wärts fährt, spielt mit seinem Leben. 
 
Schutz der Vegetation und des Bodens 
Waldbäume brauchen Jahrzehnte, bis sie Früchte und Samen bilden. Viele Arten fruchten nur einmal oder wenige Male im Jahrzehnt. Aus kleinen Keimlingen entsteht der Wald der nächsten Generationen! Die Bodenvegetation beherbergt viele Pflanzenarten, sie ist empfindlich und darf nicht "unter die Räder kommen"! 

Wild und Störungen durchs Radfahren
Wild gehört zum Wald. Begegnungen mit Waldbesuchern lösen beim Wild Fluchtreflexe aus. Flucht heißt Energieverbrauch. Höherer Energieverbrauch bedeutet aber Verbiss und Schäden an der Waldvegetation. Das Wild hat sich an den Menschen gewöhnt, so lange er auf den regelmäßigen frequentierten Hauptwegen bleibt. Wer abseits von Wegen radfährt, stört das Wild - oft ohne es zu merken - und schadet dadurch dem Wald. 
 
Das sagt das Landeswaldgesetz dazu:
Das Landeswaldgesetz Baden-Württemberg bestimmt zum Radfahren im Wald: Radfahren ist nur auf Wegen und Straßen mit einer Mindestbreite von 2 m erlaubt. Auf Sport- und Lehrpfaden sowie abseits der Wege ist Radfahren verboten und wird mit Bußgeld geahndet. Das Radfahren auf den zulässigen Wegen muss so erfolgen, dass Sicherheit und Erholung anderer Waldbesucher nicht beeinträchtigt werden. Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen.  

Hunde im Wald

In den Wäldern Baden-Württembergs gibt es keinen Leinenzwang für Hunde. Voraussetzung ist, dass Sie Ihren Hund nur dann frei laufen lassen, wenn Sie ihn auch ohne Leine sicher unter Kontrolle haben und unverzüglich zu sich rufen können. Ist das nicht der Fall, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit nach dem Landeswaldgesetz. Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine, wenn Sie ein Wildtier sehen oder Ihnen andere Waldbesucher - vor allem Kinder - begegnen.

Mit dem Pferd im Wald

Grundsätzliches
Das Reiten ist auf allen nach Straßenverkehrsordnung (StVO) auf allen öffentlichen Straßen und Wegen erlaubt, soweit es nicht durch verkehrsordnende Maßnahmen eingeschränkt ist (z.B. Autobahn, Bundesstraße, aber auch Fuß- und Radwege). Jeder Reiter ist mit seinem Pferd Verkehrsteilnehmer nach StVO mit allen Rechten und Pflichten. 
Das Reiten auf Wald- und Feldwegen ist eine besondere Ausgestaltung des Rechts auf Erholung in der freien Landschaft und ist auf allen Straßen und Wegen grundsätzlich gestattet. Es gelten jedoch verschiedene gesetzliche Einschränkungen, die nachfolgend einzeln behandelt werden. Beim Reiten auf Wald- und Feldwegen gilt in besonderem Maße die Rücksichtnahme auf andere Erholungssuchende wie Spaziergänger, Wanderer, Jogger, Radfahrer, die mit ihren jeweiligen Interessenlagen aufeinandertreffen. Für pferdesportliche und andere organisierte Veranstaltungen gelten besondere Bestimmungen.
 
Reitverbote:
Auf gekennzeichneten Wanderwegen (z.B. SAV- Hauptwanderwege, durchgehend und deutlich markierte Rundwanderwege) ist das Reiten nicht gestattet, sofern es sich nicht um befestigte land- und forstwirtschaftliche Wirtschaftswege mit einer Breite von mind. 3 Metern handelt - hier darf im Schritt geritten werden.
Auf besonders gekennzeichneten Lehr- und Sportpfaden ist das Reiten ohne Ausnahme verboten (an Erläuterungstafeln und Sportgeräten zu erkennen).
Generelles Reitverbot gilt auch

  • auf schmalen, unbefahrbaren Wander- und Fußwegen
  • im Stadtpark/Kurpark
  • auf Spiel- und Liegewiesen

Auch auf kurzfristig wegen der Holzernte gesperrten Waldwegen ist das Reiten verboten - Lebensgefahr!

Auf landwirtschaftlichen Brachflächen und Kahlflächen im Wald ist das Reiten nicht gestattet.

Im Erholungswald ist das Reiten außerhalb besonders gekennzeichneter Reitwege gesetzlich verboten.

Verstöße gegen diese Rechtsvorschriften sind Ordnungswidrigkeiten und können mit Bußgeld geahndet werden.

Ihre Sicherheit bei der Erholung im Wald

Im Film "Leichtsinnige Wanderer in Gefahr" von Baden TV, der in den Wäldern des Enzkreises gedreht wurde, erfahren sie in wenigen Minuten, wie sie sich im Wald gefahrlos erholen können.

GeoCaching im Wald

„Verhaltenskodex beim GeoCaching im Wald"

Geocaching kann eine reizvolle Freizeitgestaltung in der freien Natur sein, wenn sie die Grenzen des freien Betretensrechts beachtet und wenn die gebotene Rücksicht auf Eigentumsrechte und den Natur- und Artenschuz genommen wird.

Um Konflikte mit Forst, Naturschutz, Jagd und anderen Waldbesuchern zu vermeiden, gilt es gemeinsame Wege zu finden, das Geocaching spannend und gleichzeitig naturverträglich zu gestalten. Denn Geocaching und Naturschutz/Forstwirtschaft müssen keine unvereinbaren Gegensätze sein. Meist genügt es,  einige wenige grundsätzliche Regeln zu befolgen.

Bei der Auswahl der Cache-Verstecke und der Suche gilt es, Rücksicht zu nehmen auf andere „Waldnutzer"!

Forstwirtschaft:

  • Keine betrieblichen Einrichtungen (Hütten) oder Geräte (Schlepper) als Caches wählen, um den Forstbetrieb nicht zu behindern. Außerdem besteht die Gefahr für die eigene Sicherheit, wenn auf Geräten oder Hüttendächern herum geklettert wird. 
  • Keine Metallgegenstände im Banquettbereich von Wegen anbringen, da sonst Mulcher und Reifen beschädigt werden. 
  • Anbringen von Nägeln oder sonstige Beschädigung von Bäumen bedeutet nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden für den Waldbesitzer (Holzentwertung), sondern hat zum Beispiel auch ökologische oder sicherheitsrelevante Auswirkungen, wenn der Baum dadurch krank wird. Absperrungen durch den Forstbetrieb unbedingt beachten und respektieren. 

--> Förster vertreten sozusagen als „Anwalt" des Waldes die Tierwelt und die Interessen der Gesellschaft, mit ihnen sollte Kontakt gepflegt werden und vor dem Verstecken eines neuen Caches Rücksprache gehalten werden.

Naturschutz:

  • Größtmögliche Rücksicht auf Tier- und Pflanzenwelt nehmen. Dazu zählt zum Beispiel die Rücksichtnahme während der Ruhe- und Aufzuchtzeiten der Tiere im Wald und in der offenen Feldflur. Höhlenbäume mit erkennbaren Quartieren (Vogel-, Fledermaus-, Hornissennest) sind als Schatz-Verstecke oder ähnlichem ungeeignet und sind zu belassen. Unterirdische Räume wie Keller, Stollen und Höhlen dürfen in der Zeit zwischen Oktober und März nicht betreten werden. Denn diese sind oft die Winterquatiere unserer heimschen Fledermäuse und Störungen des Winterschlafes können für die Tiere tödlich sein. 
  • Die Schatzsuche ist so zu konzipieren, dass "Querfeldein"-Touren vermieden werden. In Naturschutzgebieten (NSG) ist ein Verlassen der Wege darüber hinaus naturschutzrechtlich untersagt beziehungsweise verboten. 
  • Beim Suchen des Caches ist äußerst vorsichtig vorzugehen. Eine mutwillige Beschädigung oder Zerstörung von Lebensräumen und/oder Tier-/ Pflanzenarten ist grundsätzlich nicht zulässig. Dazu gehören insbesondere der Schutz von Hecken-/ Bodenbrütern und Niederwild- aber auch seltene Pflanzengesellschaften wie zum Beispiel orchideenreiche Magerrasen. 
  • Die Schatzsuche ist ausschließlich bei Tageslicht durchzuführen. Nächtliche Touren stellen eine empflindliche Störung der heimischen Wildtiere dar.
  • Bestehende Rechtsverordnungen zu Schutzgebieten (NSG, LSG, Natura 2000), Naturdenkmalen und besonders geschützten Biotopen sind zu beachten. (Ein Schutzgebietsverzeichnis ist auf der Homepage der LUBW zu finden https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de )

  Jagd:

  • Störungen des Wildes während der Jagdzeit erschweren den Jagderfolg und erhöhen damit den Aufwand erheblich. Die Jäger haben den gesellschaftlichen Auftrag, für angepasste Wildbestände in unserem Lebensraum zu sorgen. Bitte Rücksicht nehmen und vor allem während der Jagdzeit (Morgen- und Abenddämmerung) Querfeldeingänge zu unterlassen. 
  • Insbeondere Querfeldeingängen bei Nacht können zudem gefährlich für die eigene Gesundheit werden. --> Deshalb auch aus Gründen des Selbstschutzes unbedingt im Dunkeln auf den Wegen bleiben, besser noch das GeoCaching bei Tag fortsetzen!!!

Freizeit / Eholungssuchende:

  • Auch andere Waldbesucher halten sich im Wald auf --> Gegenseitige Rücksichtsnahme ist selbstverständlich!

 

FAZIT:

Aus unserer Sicht lassen sich Konflikte am einfachsten vermeiden, wenn die folgenden Spielregeln beachtet werden:

  • Chaches nicht zu weit abseits der Wege oder in der Nähe betrieblicher Einrichtungen verstecken.
  • Nacht-Caching ist besonders kritisch: Verlassen der Wege bei Nacht ist auch unter GeoCachern aus Naturschutzaspekten tabu.
  • Cacheverstecke nur in Absprache mit dem Waldbesitzer (Revierleiter) anlegen, um Konflikte zu vermeiden. Nur auf öffentlich zugänglichen Grundstücken. Auf die Eigentumsrechte Rücksicht nehmen.
  • Hinweise durch den Revierleiter und eventelle Absperrungen respektieren.

Wer ist zuständig?

Östliche Karl-Friedrich-Str. 58
75175 Pforzheim
Telefon 07231 308-1873
Telefax 07231 308-1601
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