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Europäischer Sozialfonds (ESF)

Seit 1957 stellt der ESF den Mitgliedsstaaten Mittel zur Verbesserung des Arbeitsmarktes zur Verfügung. Aufgabe des ESF ist es, Arbeitslosigkeit zu verhindern und zu bekämpfen, die Arbeitskräfte und Unternehmen auf neue Herausforderungen in der Arbeitswelt vorzubereiten und zu verhindern, dass arbeitslose Menschen den Kontakt zum Arbeitsmarkt verlieren.

Um die zur Verfügung stehenden Fördermittel entsprechend den regionalen Erfordernissen einzusetzen, sind landesweit regionale ESF-Arbeitskreise mit Vertreterinnen und Vertretern der regional relevanten Akteuren der Arbeitsmarktpolitik (Arbeitsagentur, Liga der freien Wohlfahrtspflege, Kammern, kommunale Frauenbeauftragte, Schulen) eingerichtet.

Der regionale ESF-Arbeitskreis legt die regionalen Förderschwerpunkte für die aktuelle Förderperiode fest und bewertet die eingehenden Förderanträge, bevor sie zur endgültigen Entscheidung an die L-Bank weiter geleitet werden.

Im diesem Jahr werden letztmalig Projekte im Rahmen der ESF-Förderperiode 2014 - 2020 ausgeschrieben. Die Projekte sollen auf einJahr ausgelegt werden. Für das Jahr 2021 stehen im Enzkreis 180.000,- Euro für die regionale ESF-Förderung bereit.

Förderschwerpunkte für den Enzkreis in den Förderjahren 2019 und 2020:

Spezifisches Ziel B 1.1

Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung betroffen sind:

  • Behinderte Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen.
  • Langzeitarbeitslose mit besonderem Unterstützungsbedarf und mehrfachen Vermittlungseinschränkungen (z. B. Suchterkrankungen, gesundheitliche Einschränkungen, psychosoziale Probleme, Motivationsdefizite).

Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit durch aufsuchende Arbeit:

  • Junge Menschen, die bereits aus den Regelsystemen von Schule und Ausbildung herausgefallen sind.
  • Jugendliche, die von einem Schul- oder Ausbildungsabbruch bedroht sind und ohne Begleitung einen erfolgreichen Abschluss nicht erreichen können.

Die Schwerpunkte wurden in der regionalen Arbeitsmarktstrategie des Enzkreises für das  Jahr 2021 festgelegt. Diese ist auf der Homepage des Enzkreis unter www.enzkreis.de im Bereich Gesundheit,  Familie, Soziales und Bildung – Jobcenter Enzkreis – Europäischer Sozialfonds zu finden.

Im  Projektantrag sollte die Einhaltung des Querschnittsziels der Geschlechtergleichstellung/ Chancengleichheit vom konzeptionellen Ansatz bis hin zur Sicherung des Ergebnisses schlüssig dargestellt sein. 

Um eine Förderung von maximal 50 % der förderfähigen Projektkosten erhalten zu können, ist durch die Antragstellenden eine Kofinanzierung in mindestens gleicher Höhe darzulegen.

Es können nur Projekte gefördert werden, deren förderfähige Gesamtausgaben mindestens 30.000 Euro betragen und die geplante Teilnehmerzahl mindestens 10 Teilnehmerinnen oder Teilnehmer beträgt.

Förderfähige Ausgaben sind grundsätzlich vorhabenbezogene, kassenwirksame Zahlungen, die im Durchführungszeitraum begründet und bis zur Einreichung des letzten Verwendungsnachweises getätigt sind.

Antragsverfahren

Die Antragstellung erfolgt bei der Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank). Die
L-Bank leitet die Anträge nach Ablauf der Antragsfrist zur Bewertung an die regionalen Arbeitskreise weiter.

Die Antragstellung ist nur im webbasierten Antragsverfahren ELAN möglich (www.esf.de). Aktuell wird ELAN an die rechtlichen Vorgaben der neuen Förderperiode angepasst. Deshalb ist die Erfassung der Anträge frühestens Anfang August möglich. 

Antragsformulare und detaillierte Hinweise zum Ausfüllen des Antrages finden Sie  auf www.esf-bw.de.

Zuständig für Bearbeitung der Anträge ist die  Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank), Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe.

Anträge müssen bis spätestens 30. September 2020 bei der L-Bank eingegangen sein!

 
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