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Sozialer Arbeitsschutz

Im Aufgabenspektrum des sozialen Arbeitsschutzes werden die Regelungen zur Arbeitszeit oder zum Schutz besonderer Personen- und Berufsgruppen wie Kinder und Jugendliche umgesetzt.

Auch auf die zunehmenden psychischen Belastungsfaktoren in der Arbeitswelt wird insbesondere durch gezielte Beratung reagiert. Durch kluges Handeln können Beschäftigte und Betriebe gleichermaßen profitieren: Krankheiten, Arbeitsausfälle sowie eingeschränkte Leistungsfähigkeit und damit verbundene Kosten können reduziert oder gar vermieden werden.

Weitere Themenschwerpunkte:

Arbeitszeiten

Wie lange Arbeitnehmer arbeiten müssen, das wird in der Regel durch Tarifvereinbarungen und durch den Arbeitsvertrag bestimmt. Wie lange sie arbeiten dürfe, wird im Arbeitszeitgesetz vorgegeben. Das Arbeitszeitgesetz begrenzt nicht nur die tägliche Arbeitszeit, sondern legt auch Pausen- und Ruhezeiten fest und regelt die grundsätzliche Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen. Als Maßstab dient der Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer.

Das Arbeitszeitgesetz ermöglicht aber auch den Betrieben Spielraum für flexible Arbeitszeitmodelle. Zudem können Ausnahmen, zum Beispiel in außergewöhnlichen Fällen (Notfällen) bewilligt werden.

Im Umweltamt hat das Sachgebiet Gewerbeaufsicht die Aufgabe, die Einhaltung der Arbeitszeiten zu überprüfen.

Sonn- und Feiertagsarbeit

Sonntage sollen psychische Regeneration und soziale Kontakte ermöglichen. Außerdem sind Sonntage und gesetzliche Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung besonders geschützt. Sie sollen deshalb beschäftigungsfrei bleiben. Dieser Grundsatz ist im Arbeitszeitgesetz verankert. Dennoch besteht vielfach der Bedarf, an Sonn- und Feiertagen Arbeitnehmer zu beschäftigen, vor allem wenn ein öffentliches Interesse Grund dafür ist. Dies trifft beispielsweise auf Rettungsdienste, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, auf Rundfunk und Fernsehen, auf Verkehrsbetriebe, auf die Energie- und Wasserversorgung, auf die Landwirtschaft, auf Gaststätten und auf kulturelle Veranstaltungen zu. Diesem Selbstverständnis hat der Gesetzgeber dadurch Rechnung getragen, dass Arbeitnehmer in solchen Einrichtungen auch sonn- und feiertags beschäftigt werden, ohne dass es einer besonderen Gestattung bedarf.

Will ein Betrieb aus anderen Gründen an Sonn- und Feiertagen arbeiten, kann er an diesen Tagen Arbeitnehmer nur ausnahmsweise und nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen beschäftigen. Hierzu bedarf es einer Ausnahmebewilligung durch das Umweltamt.

Fahrpersonalrecht

Weil übermüdete LKW- oder Busfahrer nicht nur sich selbst gefährden, sondern auch im Straßenverkehr eine erhebliche Gefahr darstellen, gelten für das Fahrpersonal noch ergänzende Anforderungen zum Arbeitszeitschutz.

Die Europäische Union hat hierzu besondere Verordnungen im Fahrpersonalrecht erlassen. Darin sind Lenkzeiten, Mindestruhezeiten sowie Pausen geregelt und die Unternehmer werden zur Überwachung ihrer Fahrer und zum Einbau von Kontrollgeräten verpflichtet.

Unsere Aufgabe ist es, die Einhaltung der vorgeschriebenen Lenkzeiten zu überprüfen.

Jugendarbeitsschutz

Kinder und Jugendliche sind vor Überforderung, Überbeanspruchung und gesundheitlicher und seelischer Gefährdung im Arbeitsleben zu bewahren.

Viele Gefahren, die am Arbeitsplatz drohen, sind nicht von vornherein bekannt. Kinder und Jugendliche müssen deshalb vor Gefahren, die vielfach nicht offen zu Tage treten, besonders geschützt werden. Diesem Ziel dient das Jugendarbeitsschutzgesetz und die damit verbundene Kinderarbeitsschutzverordnung.

Unsere Aufgabe ist es, Beschäftigungen von Kindern und Jugendlichen zu überwachen und dafür zu sorgen, dass es nicht zu unzulässiger Kinderarbeit kommt.

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