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Kann ich mich durch Lebensmittel mit Corona infizieren - und wie sicher sind die Lebensmittel verarbeitenden Betriebe?

Nicht erst seit einem Corona-Ausbruch bei einem großen Lebensmittel-Produzenten im Enzkreis machen sich viele Menschen Sorgen, ob ihr Essen sicher ist oder ob hier eine Ansteckungsgefahr besteht. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen.
Mehr Informationen stehen auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Kann das Corona-Virus durch Lebensmittel übertragen werden?

Die Übertragung erfolgt primär über Sekrete der Atemwege (Niesen, Husten). Gelangen diese infektiösen Sekrete auf Lebensmittel, ist es theoretisch möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Wie lange die Viren auf einer Oberfläche überleben, hängt von der Beschaffenheit ab: Je feuchter ein Gegenstand, desto länger bleibt das Virus aktiv.

Bislang wurde allerdings kein Fall dokumentiert, bei dem Sars-CoV-2 über Lebensmittel weitergegeben wurde. Eine Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln bei der Zubereitung von Essen schützt auch gegen das neuartige Corona-Virus. 

Da das Virus hitzeempfindlich ist, wird das Risiko durch Erhitzen weiter reduziert. Noch unklar ist jedoch, bei welcher Temperatur das Virus abgetötet wird. Tiefgefrieren macht dem Virus hingegen nichts aus.

Warum ist die Gefahr bei Fleisch eher kleiner als bei anderen Lebensmitteln?

Das BfR, auf das u.a. auch das Robert-Koch-Institut (RKI) verweist, sagt dazu: „Es sind bisher keine Infektionen mit SARS-CoV-2 über diesen Übertragungsweg bekannt. (...) Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden."

Wie verhält es sich mit anderen Lebensmitteln wie Gemüse oder Salat?

Grundsätzlich, so das BfR, „können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Obst oder Gemüse gelangen. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person erscheint dann möglich, wenn das Virus kurz danach über die Hände oder die Lebensmittel selbst auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird.“

Deshalb solle man bei Zubereitung die Lebensmittel gründlich Abwaschen und sich selbst häufig die Hände waschen.

Brot und Brötchen darf man nicht waschen...

Beim Backvorgang werden Viren durch die hohe Temperatur zuverlässig abgetötet.

Fertige Backwaren sind im Einzelhandel in der Regel durch einen Spritzschutz vor Niesen und Husten durch Kunden geschützt, wodurch die Kontaminations-Gefahr minimiert wird.

Gibt es bestimmte Hygiene-Regeln für Betriebe, die Lebensmittel herstellen oder verarbeiten?

Selbstverständlich - und zwar völlig unabhängig von Corona und COVID 19. Eine Reihe von Vorschriften regelt, wie mit Lebensmitteln umgegangen werden muss, wie sie gelagert und wer mit ihnen wie umgehen darf. 

Damit wird die Sicherheit der Lebensmittel garantiert: Sie müssen frei sein von Schadstoffen, schädlichen Bakterien und schädlichen Viren, wie es Sars-CoV-2 eines ist.

Dürfen Betriebe weiterhin produzieren, auch wenn viele Mitarbeiter infiziert sind oder der Betrieb unter Quarantäne steht?

Im Prinzip ja, wenn es sich um sogenannte „kritische Infrastruktur" handelt. Das sind Versorgungssysteme unserer Gesellschaft, ohne die „nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden." (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe).

Zur kritischen Infrastruktur gehören zum Beispiel auch Betriebe der Strom-, Gas- und Wasserversorgung, die Polizei und die Krankenhäuser.

In Deutschland gehören alle Bereiche der Lebensmittel-Herstellung, der Verarbeitung und des Lebensmittel-Handels zur kritischen Infrastruktur.

Dürfen Mitarbeiter, die positiv getestet wurden, weiter zur Arbeit gehen?

Nein, natürlich nicht. Sie müssen sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Auch Mitarbeiter, die zwar negativ getestet wurden, aber Symptome zeigen, dürfen nicht arbeiten.

Steht der gesamte Betrieb unter Quarantäne, müssen sich Beschäftigte, die arbeiten gehen, in eine sogenannte Arbeitsquarantäne begeben, das heißt auch im Betrieb wird darauf geachtet, dass sich keine neuen Infektionsketten bilden.

Dazu trägt beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken bei.

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