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06.05.2021

Virus-Mutationen: Brasilianische und südafrikanische Varianten haben die Region erreicht - Strengere Absonderungs-Regeln

Corona-Virus Symbol rot

Im Bereich des Gesundheitsamts Enzkreis, das auch für Pforzheim zuständig ist, haben sich mittlerweile 44 Menschen mit der südafrikanischen Variante des Corona-Virus‘ angesteckt, davon 12 aus Pforzheim; dies teilt das Landratsamt mit. In weiteren 12 Fällen hatte sich ein Anfangsverdacht bei der nachträglichen Sequenzierung der Proben nicht bestätigt. Bei drei Personen wurde eine Infektion mit der brasilianischen Mutation festgestellt; eine dieser Personen lebt im Enzkreis, die beiden anderen in Pforzheim. Inzwischen sind mehr als zwei Drittel aller Positiven mit der britischen Variante infiziert.

Bislang noch nicht aufgetaucht ist die indische Variante, eine sogenannte Doppelmutation: Dabei verändert das Virus nicht nur ein Merkmal, sondern zwei, was diesen Virenstamm noch gefährlicher machen könnte. „Wir haben ein ganz besonderes Augenmerk auf Menschen, die vor ihrer Einreise nach Deutschland in Indien gewesen sind“, sagt Dr. Brigitte Joggerst, die Leiterin des Gesundheitsamts. Auch bei Personen, die positiv getestet wurden und sich möglicherweise bei Menschen mit der indischen Variante angesteckt haben könnten, schaue man sehr genau hin. „Beispielsweise rufen wir in diesen Fällen nicht nur die Infizierten täglich an, sondern auch deren Kontaktpersonen.“

Bei der brasilianischen und der südafrikanischen Variante gelten ebenfalls strengere Regeln als bei den „normalen“ Patienten, insbesondere für die Kontaktpersonen: Sie müssen auch dann in Quarantäne, wenn sie bereits eine Infektion hinter sich haben oder geimpft worden sind. „Wir wissen noch zu wenig über die neuen Mutanten und folgen hier der Empfehlung des RKI“, sagt die Gesundheitsamts-Chefin. Der Hintergrund: Es könne sein, dass die Immunabwehr der Genesenen oder Geimpften auf diese Virus-Stämme nicht in vollem Umfang anspricht.

„Wir erleben am Telefon viel Unverständnis für diese Maßnahme“, sagt die Ärztin. Das liege zum Teil auch daran, dass das Gesundheitsamt schon auf den Verdacht hin reagiere, dass es sich um eine Variante handeln könnte: „Das Problem ist, dass wir die Testauswertung sehr schnell bekommen, die Sequenzierung, also die Virus-Bestimmung, jedoch ungefähr eine Woche länger dauert. Deshalb kann es auch vorkommen, dass Quarantänezeiten nochmals verändert werden müssen.“

„Auf jeden Fall impfen lassen!“ sagt die Gesundheitsamts-Leiterin auf die Frage, was man tun könne – auch wenn das nicht immer die Quarantäne vermeiden hilft. „Die Impfung schützt nach allem, was wir wissen, zuverlässig vor einem schweren Krankheitsverlauf.“ Allerdings bestehe das Restrisiko, das Virus noch weitergeben zu können, auch wenn man geimpft sei – genauso wie symptomlose Patienten. Auch deshalb gelten laut Brigitte Joggerst auch weiterhin die Hygieneregeln: Abstand halten, Maske tragen, Lüften und regelmäßig die Hände waschen.

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