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26.07.2019

Mathematik, Physik und Technik erleben: Schüler aus Mühlacker beim Aktionstag Geodäsie

Die Schülerinnen bestimmen mit dem Tachymeter, einem Gerät zum Messen von Strecken und Winkeln, die Höhe des Mühlacker Senders.

Rechte Winkel abstecken, eine Fläche schätzen und messen oder die Höhe des Mühlacker Senders bestimmen: Während der Aktionswoche Geodäsie unter dem Motto „Faszination Erde – Deine Zukunft“ konnten Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) in Mühlacker direkt erleben und ausprobieren, wie Vermessung funktioniert – und wieviel das sonst trockene Fach Mathematik in Verbindung mit Geographie mit ihrem täglichen Leben zu tun haben kann.

„Die landesweite Aktionswoche soll zeigen, was Geodäten für die Gesellschaft leisten und was ihr Beruf zu bieten hat“, erläutert die zuständige Dezernentin Dr. Hilde Neidhardt den Hintergrund der Aktion. Der Begriff „Geodät“ stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet etwa „der die Erde einteilt“; Geodäsie ist also die Wissenschaft von der Vermessung der Erde.

Auf dem Schulhof des THG machten sich die Jugendlichen ans Werk: Unter Anleitung von Mitarbeitern des Vermessungs- und Flurneuordnungsamts mussten die jungen Geodäten verschiedene Aufgaben erfüllen. Dabei erwies es sich als gar nicht so einfach, beispielsweise einen Höhenunterschied mit Wasserwaagen zu bestimmen und diesen anschließend mit der Messung eines Nivelliergerätes zu vergleichen. Praktisch erprobt wurde das Auffinden von Vermessungspunkten mithilfe moderner Satelliten-Messtechnik. Dazu gab es Informationen zu früheren und heutigen Messmethoden und ein Quiz mit Fragen zu Vermessung, Geschichte und heutigen Anwendungen.

Wie lang mag die Entfernung zum Punkt sein, auf den hier gedeutet wird? Zunächst wird die Strecke geschätzt, dann mit dem Meterstab gemessen und schließlich mit dem Ergebnis des Vermessungsinstruments Tachymeter verglichen.

Besonders beliebt war die Messung der Körpergröße: Mittels eines Tachymeters, eines optischen Geräts, wurde sie aus Strecken- und Winkelmessung bestimmt – und zwar absolut korrekt, wie die breite Zustimmung zu den Messergebnissen zeigte. Krönender Abschluss war das Bergen eines Schatzes: Die Schatztruhe konnte mit Hilfe von angewandter Mathematik gefunden werden – unter Verwendung von Maßstab und Kreuzscheibe, einem Messgerät zum Abstecken rechter Winkel.

Für Iris Schlicksupp, die Leiterin des Vermessungs- und Flurneuordnungsamts, ist der Tag ein wichtiges Stück Nachwuchswerbung: Das Landratsamt bildet selbst Vermessungstechniker aus. Allerdings dürfte die Zahl der Bewerbungen deutlich höher liegen, meint Schlicksupp: „Geodäten sind gefragt und ihr Einsatzgebiet ist sehr vielfältig; es reicht von der klassischen Vermessung über Stadtplanung und Stadtentwicklung bis hin zu Navigation und Mobilität.“

Keine neue Baustelle in Mühlacker, sondern eine Vermessungsaktion des Landratsamts im Schulhof des Theodor-Heuss Gymnasiums in Mühlacker im Rahmen der Geodäsie-Tage.

„Mit den landesweiten Aktionen möchten wir deutlich machen, dass Geodäsie für Zukunftsfragen wie Energiewende oder Digitalisierung unverzichtbar ist“, ergänzt Kathleen Kraus, Leiterin der Geschäftsstelle der Aktionswoche Geodäsie in Stuttgart und selbst Vermessungsingenieurin. Deshalb wolle man vor allem bei Schülern die Neugierde wecken, denn wer selbst erlebt, was man mit den Fächern Mathematik, Physik und Technik in der Welt alles machen kann, der habe auch Spaß daran.

Wer sich für eine Ausbildung zum Vermessungstechniker oder zur Vermessungsingenieurin interessiert, bekommt weitere Informationen bei Iris Schlicksupp im Vermessungs- und Flurneuordnungsamt unter Tel. 07231 308-1911 oder per E-Mail an iris.schlicksupp@enzkreis.de.

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