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19.12.2017

Leistungsfähigkeit der L 1134 im Heckengäu auf dem Prüfstand - Provisorische Kreiselampel sorgt für mehr Verkehrssicherheit und kürzere Rückstaus

Die provisorische Lückenampel am Diebkreisel sorgt für mehr Verkehrssicherheit auf der A8 und für geringere Rückstaus in den Hauptverkehrszeiten.

Nach dem erwarteten "Ampelgipfel" im Landratsamt unter Leitung von Erstem Landesbeamten Wolfgang Herz und Dezernentin Dr. Hilde Neidhardt Ende vergangener Woche ziehen das Land, der Enzkreis und die Heckengäu-Gemeinden Friolzheim, Mönsheim und Heimsheim an einem Strang, um die Leistungsfähigkeit der vielbefahrenen Landesstraßen-Achse zwischen Heimsheim, Autobahnanschluss und Mönsheim zu verbessern. Dies teilen Vertreter der zuständigen Behörden sowie die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Friolzheim, Mönsheim und Heimsheim – Michael Seiß, Thomas Fritsch und Jürgen Troll – in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Noch vor wenigen Wochen hatte die provisorische Einrichtung einer sogenannten Lückenampel an zwei Zufahrtsästen des Diebkreisels bei den Kommunen zunächst für Verdruss gesorgt, befürchtete man doch vor Ort deutliche Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer vor allem aus Richtung Friolzheim. Nach zwei Wochen intensiver Prüfung und Beobachtung kann die Straßenverkehrsbehörde nun aber Entwarnung geben und verzeichnet die erhofften Verbesserungen für die Verkehrssicherheit, vor allem auf der Autobahn, so Oliver Müller, Leiter des Straßenverkehrs- und Ordnungsamtes beim Landratsamt.
Das primäre Ziel, morgendliche Rückstaus bis auf den Standstreifen der Autobahn zu verhindern, sei mit diesem kleinen Eingriff schnell und nahezu ohne nachteilige Nebenwirkungen erreicht worden. Das Provisorium solle daher mindestens bis zum Ende der Mehrverkehr-auslösenden Bauarbeiten in der Flachter Ortsdurchfahrt bestehen bleiben.

Gleichzeitig wurde bei dem Gespräch im Landratsamt jedoch deutlich, dass aufgrund der stark expandierenden Gewerbegebiete in dieser boomenden Wirtschaftsregion zukünftig auch ohne Baustellen mit erheblichen Mehrverkehren zu rechnen ist. Der Enzkreis wird daher im Jahr 2019 den Ausbau der K 4569 bis zur Südanbindung des erweiterten Porsche-Entwicklungszentrums in Angriff nehmen und in diesem Zusammenhang Anfang 2018 aktuelle Ergebnisse einer Verkehrszählung vorstellen.

Aufbauend auf dieser Verkehrsuntersuchung wird das Regierungspräsidium Karlsruhe ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben, um eine belastbare Planungsgrundlage für mögliche weitere Maßnahmen zu erhalten. Dieses Gutachten soll laut Bernd Braun und Thomas Pfeifer von der Abteilung Straßenwesen und Verkehr (Referat Straßenbetrieb und Verkehrstechnik) einen möglichst langen Prognosezeitraum abdecken und die A8-Anschlussstelle Heimsheim sowie benachbarte Knotenpunkte der L1134 mit einbeziehen.

Land, Kreis und Gemeinden vereinbarten im Interesse aller Pendler und Verkehrsteilnehmer eine enge Zusammenarbeit bei den weiteren Schritten.

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