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09.02.2021

Impfstoff-Lieferung für Zweitimpfungen - Zweites Mobiles Impfteam in den Startlöchern - Impftermine für viele Heime früher als geplant

Impfstoff 1
Impfstoffampulle

Gute Nachrichten vor allem für Menschen in Altenpflegeheimen und deren Angehörige: Für diese Woche hat das Land Baden-Württemberg die Lieferung von Impfstoff für die Zweitimpfungen im Kreisimpfzentrum (KIZ) des Enzkreises in Mönsheim zugesagt. „Mit diesen weiteren 1.170 Dosen können wir nicht nur weiterhin zuverlässig unsere Impfungen täglich im KIZ anbieten, sondern auch ein zweites Mobiles Impfteam (MIT) in die Alten- und Pflegeheime im Enzkreis losschicken“, wie Christine Gorgs, die ärztliche Leiterin des KIZ, ankündigt.

Ebenfalls ausgeweitet werden die Einsatztage: Bereits ab Ende dieser Woche wird das zweite MIT starten und voraussichtlich an sieben Tagen, also auch sonntags, in den Heimen im Enzkreis impfen. „Dadurch können Termine, die mit manchen Heimen beispielsweise erst für den April vereinbart waren, nun vorgezogen werden“, sagt Gorgs. Die Ärztin hofft, dass nun bis Ende März alle Einrichtungen durchgeimpft sein werden. Bislang habe man eher vorsichtig auf der Basis der bisherigen Lieferfrequenz kalkuliert.

Das erste Mobile Impfteam war seit dem 22. Januar an sechs Tagen in der Woche in acht Heimen unterwegs und verimpfte wöchentlich rund 300 Dosen. Dank der nun angekündigten Lieferung wird es ab dem kommenden Freitag in diesen Heimen mit der Zweitimpfung beginnen können. „Wir werden nun alle Einrichtungen, bei denen wir früher als bislang geplant zum Impfen vorbeikommen können, zeitnah anschreiben“, so Kreisbrandmeister Carsten Sorg. Im Enzkreis gibt es 28 Pflegeheime mit etwa 1.800 Bewohnern. Außerdem erhalten dort auch die Pflegekräfte ein Impfangebot, so dass man beim Enzkreis mit insgesamt 3.000 Impflingen rechnet. In fünf der Heime hat das MIT des Zentralen Impfzentrums in Karlsruhe die Impfungen durchgeführt.

„Wir brauchen für größere Einrichtungen alleine drei, manchmal sogar vier Tage. Nach drei Wochen fahren wir die Einrichtungen für die zweite Dosis erneut an“, beschreibt Christine Gorgs das Verfahren. Bei größeren Abständen zwischen den Impfungen erhöhe sich das Risiko von Mutationen. Das bedeutete bislang jedoch für die Planung, dass das Team nach den ersten drei Wochen zunächst mit den Zweitimpfungen beschäftigt gewesen und erst danach neue Heime an die Reihe gekommen wären. „Diese Problematik hat sich mit dem Einsatz unseres zweiten Impfteams, das nun endlich an den Start gehen kann, deutlich entschärft.“

Als erstes werde in Heimen geimpft, in denen es bislang keine Infektionsfälle gab, weil hier weder bei Bewohnern noch bei Pflegenden eine Immunität gegeben sei. Danach seien die Heime dran, in denen es bislang nur wenige Infektionen gab – hier sei die Gefahr eines größeren Ausbruchs höher.

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