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05.11.2020

Flurbereinigungsplan im Verfahren Knittlingen-Freudenstein/Hohenklingen wird bekannt gegeben

Flurneuordnung Freudenstein
Etliche Meter Akten und diverse Karten - die rechtliche Zusammenfassung des Verwaltungsverfahrens.

Im Jahr 1984 wurde in Freudenstein/Hohenklingen ein Flurneuordnungsverfahren angeordnet mit dem Ziel die Reb-, Feld- als auch die Ortslage auf einer Fläche von 527 Hektar neu zu gestalten. „Früher war es üblich, neben der Feldlage auch die bebaute Ortslage neu zu ordnen. Heute legen wir den Fokus dagegen auf kleine und schnelle Verfahren im Außenbereich“, erklärt dazu Jürgen Pilz, der Leiter der Flurneuordnungs-Behörde des Enzkreises.

„Verfahren in der Ortslage sind deutlich aufwändiger, weil hier die Abstimmung von Grenzänderungen schwieriger ist als in der Feldlage“, erläutert Iris Schlicksupp, Leiterin des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes. Der Grenzverlauf sei für die Nachbarn erheblich bedeutsamer – auch weil der Wert von Grund und Boden natürlich deutlich höher sei.

Nun ist der Flurbereinigungsplan aufgestellt; er fasst alle rechtlichen Tatbestände des Verfahrens zusammen und bildet die Grundlage für die Berichtigung von Kataster und Grundbuch. „Damit ist das Flurneuordnungsverfahren so gut wie abgeschlossen“, freuen sich Schlicksupp und der zuständige Dezernent Dr. Daniel Sailer.

Der Flurbereinigungsplan wird den mehr als 700 beteiligten Grundstücks-Eigentümerinnen und Eigentümer per Einschreiben bekanntgegeben. Sie erhalten einen Auszug aus dem Plan und die Einladung zu einem Anhörungstermin, bei dem sie Widersprüche vorgebringen können. Dieser Termin soll am 10. Dezember in der Weissachtal-Halle stattfinden – natürlich unter Beachtung der Hygienevorschriften.

Allein die Zusammenfassung der jahrelangen Arbeit der Beschäftigten in der Flurneuordnung füllt 27 Aktenordner. Im Verfahren wurde nahezu die gesamte Gemarkung von Freudenstein und Hohenklingen neu geordnet. 3.775 alte Flurstücke wurden zu 1.931 neuen zusammengelegt, 150.000 Kubikmeter Erdreich bewegt und insgesamt über 16 Kilometer befestigte Wege und weitere 12 Kilometer Grünwege ausgebaut. Zudem wurden die Flächen für mehrere Straßenbauprojekte bereitgestellt. In der Ortslage wurden sämtlich Flurstücks-Grenzen neu abgestimmt und im Grundbuch eingetragene Rechte und Lasten neu geregelt, beispielsweise Grundschulden, Überfahrtsrechte oder Stockwerkseigentum.

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