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03.12.2020

Der Wald als Bildungsort: Waldpädagogik-Team legt Konzept vor

Keine Angst vor wilden Tieren
haben Landrat Bastian Rosenau (Mitte, mit Uhu) und Dezernent Dr. Daniel Sailer (links) - und die Mitglieder des Waldpädagogik-Teams ohnehin nicht: von rechts Matthias Bäuerle, Sarah Zwerenz und Susanne Kienzle. Wichtig: Der Uhu wurde am Roßweiher in Maulbronn gefunden und für waldpädagogische Zwecke präpariert - mit der notwendigen Genehmigung der Höheren Naturschutzbehörde. Bild: Enzkreis; Fotograf: J.Hörstmann

„Nur was man kennt, kann man schützen“ – so steht es im Konzept für die Waldpädagogik im Enzkreis, das sich Landrat Bastian Rosenau und Dezernent Dr. Daniel Sailer von den drei Fachkräften dieses Bereichs erläutern ließen. „Wir legen im Enzkreis schon immer viel Wert darauf, unseren Bürgerinnen und Bürgern den Wald nahe zu bringen“, so Rosenau. Dass dabei Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche einen großen Schwerpunkt bilden, liege in der Natur der Sache: „Die Kids lassen sich für die Natur ganz anders begeistern als wir Erwachsene“, so der Kreis-Chef, selbst Vater von vier Kindern.

Das Team der Waldpädagogen besteht aus Susanne Kienzle, die den Bereich seit 2013 betreut, sowie aus Matthias Bäuerle und Sarah Zwerenz. Bäuerle und Zwerenz sind Anfang des Jahres dazugekommen, was nicht zuletzt an der im Januar in Kraft getretenen Forst-Neuorganisation in Baden-Württemberg und der darin festgeschriebenen „Bildungsoffensive Wald“ liege, wie Forstamtsleiter Andreas Roth erläuterte. Waldpädagogik habe im Ländle eine lange Tradition und werde im größeren Umfang seit Anfang der Achtzigerjahre praktiziert. Seit 1995 definiert sie das Landeswaldgesetz als gleichwertige Dienstaufgabe der Forstbehörden.

„Die Revierleiter haben schon immer Führungen und Projekte übernommen und unterstützt“, weiß Susanne Kienzle, die selbst lange Jahre das Revier in Birkenfeld betreute. Dort etablierte sie Angebote wie regelmäßige Waldtage, Pflanzaktionen oder ab 2016 die „Ferienwoche Wald“ mit zahlreichen erlebnis-geprägten Aktionen für die teilnehmenden Kids. Inzwischen bietet das Forstamt weit über 100 Veranstaltungen im Jahr – 2017 waren es sogar annähernd 200. 2019 seien damit etwa 3.000 Kinder und Jugendliche erreicht worden. „2020 konnten Corona-bedingt allerdings nur etwa 75 Prozent der Veranstaltungen durchgeführt werden“, so Kienzle.

 
Als erster Landkreis hat man im Enzkreis-Forstamt
ein Waldpädagogik-Konzept erarbeitet. Auch der zugehörige Flyer ist druckfrisch. Bild: Enzkreis; Fotograf: S.Zwerenz

„Unsere Themenschwerpunkte sind die Bäume und die Tiere des Waldes, die Stockwerke des Waldes, aber auch Klimawandel und Umweltschutz“, wie Sarah Zwerenz sagt. Im Vordergrund stünde immer, den Wald mit allen Sinnen zu erleben. So steht es auch in einem druckfrischen Flyer und eben im Enzkreis-Konzept zur Waldpädagogik – „dem ersten solchen Landkreis-Konzept im Land“, wie Zwerenz nicht ohne Stolz anmerkt. Sie und ihre Kollegen sind überzeugt, dass damit auch nach außen ein wichtiges Zeichen gesetzt werde: Dafür, dass der Wald nicht nur Freizeitort und Wirtschaftsfaktor ist, sondern ein Ort für eine ganzheitliche und nachhaltige Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Anfragen nehmen die drei Experten jederzeit per E-Mail an waldpaedagogik@enzkreis.de  entgegen. Dort gibt es auch weitere Informationen zur Waldpädagogik im Enzkreis






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