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25.03.2021

Ab 8. April in den Enzkreis-Gemeinden: Impfaktion für mobilitätseingeschränkte Menschen über 80 Jahre

. In der Woche nach Ostern startet der Enzkreis eine Impfaktion vor Ort: Die Mobilen Impfteams des Kreisimpfzentrums in Mönsheim fahren Städte und Gemeinden an, um vor allem mobilitäts-eingeschränkten Menschen, die älter als 80 sind und bislang noch keinen Impftermin haben, ein Impfangebot zu machen. Die Organisation vor Ort sowie die Art der Anmeldung übernehmen die Gemeindeverwaltungen.

„Wir wollen in die Fläche gehen und die Lücke verkleinern oder vielleicht sogar schließen, bis die Hausärzte impfen können“, sagt Landrat Bastian Rosenau: „Allerdings werden wir dadurch nicht mehr Menschen impfen können, weil wir für die Aktion nicht mehr Impfstoff bekommen – der bleibt leider immer noch knapp.“ Man wolle jedoch die Mobilen Impfteams gezielt einsetzen, um die Altersgruppe Ü80 schneller durchimpfen zu können. „Dazu wollen wir ganz bewusst für diese Menschen den Zugang zum Impfen erleichtern, auch weil wir wissen, dass nicht jede und jeder von ihnen sich selbst um einen Impftermin kümmern kann oder Menschen im Umfeld hat, die das tun“, ergänzt Neulingens Bürgermeister Michael Schmidt, Sprecher der Enzkreis-Gemeindeoberhäupter. Wer bereits einen Impftermin hat, solle diesen in jedem Fall auch wahrnehmen, betont Schmidt.

Wie die Kommunen Information, Einladung und Anmeldung organisieren, bleibt ihnen selbst überlassen. Es könne also sein, so Schmidt, dass benachbarte Gemeinden hier unterschiedlich vorgehen. Für etwa zehn Prozent der Über-Achtzigjährigen wird Impfstoff zur Verfügung stehen. Allerdings sind vermutlich schon sehr viele bereits geimpft, sei es als Bewohner eines Seniorenheims oder in einem der Impfzentren. „Leider haben wir da keine Liste, die wir zur Verfügung stellen können“, bedauert Bastian Rosenau: „Das würde die Organisation natürlich erleichtern.“

Skizze Cluster
In diesen zehn Gemeinde-Clustern sollen die Über-80-jährigen in den kommenden Wochen geimpft werden.

  • Logistische Herausforderung

Der Kreischef hat das Vorgehen und die Modalitäten diese Woche mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in einer Videokonferenz abgestimmt. Bereits am Donnerstag nach Ostern, also am 8. April, soll es losgehen: Dann stehen Straubenhardt und Keltern als erstes „Cluster“ auf dem Programm der Impfteams. Tags drauf kommt mit Birkenfeld, Engelsbrand und Neuenbürg die zweite Gemeindegruppe an die Reihe, am Samstag (10. April) dann Remchingen und Königsbach-Stein. „Bis zum 17. April sollten wir dann in allen Teilen des Kreises gewesen sein“, fasst Kreisbrandmeister Carsten Sorg den Plan zusammen.

„Uns allen ist bewusst, dass die Impfaktion eine logistische Herausforderung darstellt“, sagt Michael Schmidt: „Wir müssen schnell geeignete Räumlichkeiten finden, dann auf unsere Bürger zugehen, die Terminvergabe übernehmen und die Impfungen auch personell begleiten, zum Beispiel für die Lenkung der Impfwilligen vor Ort. Aber wir schaffen das“, ist er überzeugt – ebenso wie seine Kolleginnen und Kollegen.

Die Impfaktion wird möglich, weil die Mobilen Teams mittlerweile nicht nur die Impfung in den Heimen abgeschlossen haben, sondern auch in den meisten Tagespflegen und anderen teilstationären Einrichtungen. Insgesamt sollen an den geplanten zehn Tagen knapp 1.400 Impfdosen „an den Mann oder die Frau gebracht“ werden“, wie Carsten Sorg sagt. Das reiche vermutlich nicht für alle, weshalb er jedem, der bereits einen Impftermin in einem der Kreisimpfzentren hat, dringend rate, diesen auch wahrzunehmen. Verimpft wird vor Ort dann der Impfstoff von AstraZeneca. Die Zweitimpfung erfolgt bei diesem Stoff etwa drei Monate nach der ersten – „dann, etwa Anfang Juli, kommen wir auch nochmal vor Ort, um das durchzuführen“, verspricht Sorg.

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