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20.04.2018

13. Europäische Impfwoche vom 23. bis 29. April: Impfungen im Kindesalter

Gerade Kinder unter fünf Jahren sind einem besonderen Risiko ausgesetzt, aufgrund von Krankheiten ernste Komplikationen zu entwickeln oder sogar daran zu sterben. „Impfungen stellen einen der ersten, entscheidenden Schritte dar, um dies vorbeugend zu verhindern“, sagt Dr. Sylvia Renkert vom Gesundheitsamt: „Impfstoffe, die gemäß den Empfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO) verabreicht werden, bieten den bestmöglichen Schutz für Kinder zu einer Zeit, in der sie ihn am meisten benötigen.“

Gefährlich kann für Kleinkinder beispielsweise eine bakterielle Lungenentzündung sein. Die Impfung von Kindern gegen Pneumkokken und Haemophilus influenzae Typ B (Hib) beugt der Erkrankung durch zwei häufige Erreger vor. „Aber nicht nur Bakterien verursachen Lungenentzündung“, erläutert Renkert: „Auch Grippe-, Windpocken- und Masernviren können die Lunge befallen oder verbleiben im Nervensystem“. So führt etwa jede tausendste Masernerkrankung zu einer Hirnentzündung (Encephalitis), teils mit bleibenden Schäden oder Todesfolge. „Das kann durch Impfen verhindert werden“, betont die Ärztin.

Für eine dauerhafte Ausrottung einheimischer Masern müssen mehr als 95% der Bevölkerung mindestens zwei Masernimpfungen erhalten. Nach Auswertung der aktuellen Einschulungs-Untersuchungen sind 95 % der 4- bis 5-jährigen Kinder in Baden-Württemberg wenigstens einmal gegen Masern geimpft, 89 % zweimal. In Pforzheim und im Enzkreis liegen die Quoten niedriger: Etwa 92 % sind einmal geimpft. Den vollständigen Schutz von zwei Impfungen haben aber nur 87 % der Kinder in Pforzheim, im Enzkreis sind es sogar nur 82,1 %.

„Um Krankheitsausbrüche zu verhindern, benötigen wir dringend eine größere Anzahl an geimpften Personen“ erklärt deshalb Sylvia Renkert: „Die bereits geimpften Kinder helfen dabei auch, ungeschützte Personen in ihrem Umfeld gegen Masern abzuschirmen“. Dies schließe beispielsweise Geschwister ein, die zu jung für eine Impfung sind, sowie Angehörige und Menschen mit besonderen Gesundheitsproblemen.

In greifbare Nähe ist durch konsequentes Impfen die weltweite Ausrottung von Poliomyelitis (Kinderlähmung) gerückt. Das Poliowild-Virus tritt nur noch in wenigen Ländern gehäuft auf. Im Enzkreis lag die Impfquote für vier Polioimpfungen unter den Schulanfängern bei 90,1 %, in Pforzheim bei 85,9 %. Ein ausreichender Schutz wird jedoch auch hier erst bei einer Durchimpfungsquote von 95 % bei mindestens drei Impfungen angenommen. Auch in poliofreien Regionen wie Baden-Württemberg muss daher weiterhin gegen Polio geimpft werden.

„Kinderkrankheiten können Schlimmeres als Fieber und Ausschlag bringen, und das kann jeder durch Impfen verhindern“, betont Dr. Renkert: „Eltern sollten darauf achten, dass jeder Impftermin wahrgenommen und der Impfschutz vervollständigt wird.“ Falls ein Impftermin verpasst wurde oder das Kind wegen einer akuten Erkrankung nicht geimpft werden kann, sollte der Termin deshalb unbedingt nachgeholt werden.

Während der Europäischen Impfwoche vom 23. bis 29. April bietet das Gesundheitsamt in der Pforzheimer Bahnhofstraße 28 an, die Impfbücher durchzusehen. Weitere Informationen dazu und zu den Sprechzeiten gibt es bei Marina Gauss unter Tel. 07231 308-9762 oder per E-Mail an Gesundheitsamt@enzkreis.de.

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