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23.04.2018

13. Europäische Impfwoche vom 23. bis 29. April: Impfungen im Jugendalter

Nicht nur Kinder werden geimpft: Im Jugendalter sind Auffrischungsdosen und der HPV-Impfstoff erforderlich, um die Kids bis weit in ihr künftiges Leben hinein zu schützen. Da die Immunität gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten im Laufe der Zeit abnehmen kann, ist eine Auffrischungsdosis des kombinierten Impfstoffs in der Jugendzeit und später noch einmal im Erwachsenenalter nötig.

Fast 92 % der baden-württembergischen Kinder im Einschulungsalter sind gegen Diphtherie geimpft. „Die empfohlenen Auffrischungsimpfungen im Alter von 5 bis 6 und von 9 bis 17 Jahren werden jedoch häufig nicht mehr wahrgenommen – so kommt es zu Impf-Lücken vor allem im Erwachsenenalter“, bedauert Dr. Sylvia Renkert vom Gesundheitsamt. Denn immer noch gebe es vereinzelte Fälle einer klinischen Diphtherieinfektion vor allem bei Reiserückkehrern aus Ländern wie Russland, Afghanistan, dem indischen Subkontinent, Indonesien oder den Philippinen.

Im Alter zwischen 9 und 13 sollten Jugendliche gegen das humane Papilloma-Virus (HPV) geimpft werden. „Das trägt zum Schutz gegen Gebärmutterhals-, Anal-, Vulva-, Vaginal- und Peniskarzinome bei, denn HPV ist ein sehr weit verbreitetes Virus, das durch Geschlechtsverkehr übertragen wird“, erläutert Angelika Edwards, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen am Gesundheitsamt. Etwa 80 % der sexuell aktiven Menschen würden sich im Laufe ihres Lebens einmal mit HPV infizieren.

„Die Impfung, möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr, ist der erste Schritt zu einer umfassenden Prävention und Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs“, betont Edwards. Der Impfstoff schützt zwar nicht vor allen Virustypen, aber vor den beiden häufigsten, die für etwa 90 % der Genitalwarzen verantwortlich sind. In Baden-Württemberg war im Jahr 2013 nur ein knappes Viertel der 15-jährigen Mädchen vollständig gegen HPV geimpft. „Bei Impfquoten von mindestens 50 % über einige Jahrzehnte könnten wird diese beiden Virustypen vollständig ausrotten“, ist sich Edwards sicher.

Das Jugendalter ist zudem die Zeit, in der alle verpassten Impfungen nachgeholt werden sollten – gegen Krankheiten, die in jedem Lebensalter gefährlich sind. Dazu gehören Masern, Röteln, Tetanus, Diphtherie und Meningitis. „Mädchen sollten um die Gefahr einer Rötelninfektion für ein ungeborenes Kind wissen und sicher¬stellen, dass sie eine Rötelnimpfung erhalten, bevor sie zum ersten Mal schwanger werden“, rät Sylvia Renkert.

Während der Europäischen Impfwoche vom 23. bis 29. April bietet das Gesundheitsamt in der Pforzheimer Bahnhofstraße 28 an, die Impfbücher durchzusehen. Weitere Informationen dazu und zu den Sprechzeiten gibt es bei Marina Gauss unter Tel. 07231 308-9762 oder per E-Mail an Gesundheitsamt@enzkreis.de.

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