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24.04.2018

13. Europäische Impfwoche vom 23. bis 29. April: Impfungen im Erwachsenenalter

Nicht nur Kinder und Jugendliche – auch Erwachsene sollten ihren Impfschutz prüfen und sich, wenn nötig, nachimpfen lassen. „Falls Sie nicht umfassend gemäß den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geimpft sind oder Ihren Immunisierungsstatus nicht kennen, fragen Sie Ihren Arzt und besprechen mit ihm, welche Impfstoffe für Sie richtig sind“, rät Angelika Edwards, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes.

In Baden-Württemberg werden unter anderem Impfungen gegen die Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME) und gegen Hepatitis B ohne Einschränkung empfohlen. „Eine Infektion mit Hepatitis B führt in 10 Prozent der Fälle zu chronischen Verläufen“, warnt Dr. Sylvia Renkert vom Gesundheitsamt: „Häufig entsteht daraus eine Leberzirrhose und damit steigt das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, um den Faktor 100“. Diese schweren Erkrankungen ließen sich durch eine Impfung verhindern, betont die Fachärztin.

Auch eine Virus-Grippe könne gravierende Folgen haben, wie Renkert erklärt: „In der Grippesaison 2016/17 starben in Deutschland fast 700 Menschen an Grippe und deren Folgeerkrankungen.“ Bei schweren Verläufen sei die Lunge mitbetroffen oder die Grippeviren bereiten den Weg für eine bakterielle Lungenentzündung, eine Superinfektion. Eine schon bestehende chronische Bronchitis verschlechtere sich regelmäßig, zudem könnten Komplikationen wie eine Hirn- oder Herzmuskelentzündung hinzukommen.

Angelika Edwards führt aber noch ein weiteres Argument für die Grippe-Schutzimpfung im Herbst ins Feld: „Gesunde Erwachsene, die sich zum Beispiel mit der Grippe infizieren, können die Viren an andere Personen übertragen, die möglicherweise ein hohes Risiko ernster Komplikationen haben.“ Als Beispiele nennt sie Babys, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Senioren. „Mit einer Impfung schütze ich also nicht nur mich, sondern auch die Menschen in meinem Umfeld“, so Edwards.

Sorgen machen den beiden Ärztinnen auch die Masern: Die Krankheit könne bei Erwachsenen schwere Verläufe nehmen. Viele vor allem jüngere Menschen seien jedoch nicht ausreichend gegen Masern geimpft. „Alle nach 1970 Geborenen sollten ihren Masern-Impfschutz überprüfen und verpasste Impfungen nachholen“, sagt Sylvia Renkert: „Impfstoffe bieten Schutz in jedem Alter.“ Umgekehrt seien vielen Erwachsenen heute verfügbare Impfstoffe nicht angeboten worden, als sie jung waren. „Zudem lässt der durch einige Impfstoffe gewährte Schutz im Laufe der Zeit nach“, erklärt Renkert. So seien für Diphtherie und Tetanus im Erwachsenenalter Auffrischungen nötig, um einen lebenslangen Schutz zu garantieren..

Während der Europäischen Impfwoche vom 23. bis 29. April bietet das Gesundheitsamt in der Pforzheimer Bahnhofstraße 28 an, die Impfbücher durchzusehen. Weitere Informationen dazu und zu den Sprechzeiten gibt es bei Marina Gauss unter Tel. 07231 308-9762 oder per E-Mail an Gesundheitsamt@enzkreis.de.

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