Sprungziele
Seiteninhalt
09.02.2018

»Technik - eine Perspektive für Mädchen« - Ein Projekttag zur Berufsorientierung und Lebenswegplanung für Mädchen

Teilnehmerinnen mit dem Veranstaltungsteam im ElektroAusbildungsZentrum in Mühlacker: Von rechts stehend Martina Klöpfer und Sibylle Fischer; vorne von rechts Susanne Schray, Lehrerin der Mörike Realschule, Referent Marcus Beisteiner und Marija Madunic

Berufswahl, Lebenswegplanung, eigene Stärken erkennen und für den eigenen Lebensweg nutzen – das war der Inhalt des Aktionstags im ElektroAusbildungsZentrum E-A-Z in Mühlacker. Organisiert wurde dieses Angebot für Schülerinnen der achten Klassen von der Gleichstellungsbeauftragten des Enzkreises, Martina Klöpfer, der Beauftragten für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, Sibylle Fischer, und der Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald, Marija Madunic, in Kooperation mit der Mörike Realschule Mühlacker.

Die Mädchen erlebten einen impulsreichen und informativen Vormittag. Zunächst gab es beim „Warm up Workshop“ erste Impulse zur Planung des eigenen Lebenswegs mit Fragen wie „Wie stelle ich mir meine berufliche Zukunft vor? Könnte es auch ein technischer Beruf sein? Wie könnte ich Familie und Beruf vereinbaren? Was interessiert mich besonders?“

„Mädchen und junge Frauen über sogenannte MINT-Berufe zu informieren ist hinsichtlich der aktuellen und künftigen Anforderungen des Arbeitsmarktes zunehmend von Bedeutung. Es geht an Aktionstagen, wie dem heutigen, darum, den weiblichen Teil des Nachwuchses für diese Berufe zu begeistern und die bereits vorhandenen Stärken in diesem Bereich zu fördern“, sagt Martina Klöpfer. „MINT“ steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Marcus Beisteiner, Inhaber des E-A-Z Mühlacker, gab zunächst praktische Einblicke in das Berufsbild des Mechatronikers. Inhaltlich ging es darum, Programme in mehreren Dimensionen anzuwenden und das Ergebnis an der Maschine zu erleben – von der Programmierung bis zur Umsetzung. „Wo finden wir Elektrotechnik und Mechatronik im Alltag?“, fragte Beisteiner. Die Erkenntnis: Sehr viel Technik ist bereits Bestandteil der Tagesroutine. „Die Arbeitsplätze verändern sich durch die zunehmende Digitalisierung, das macht einen technischen Beruf auch für Mädchen attraktiv“, ist Sibylle Fischer überzeugt. Sie hat dabei den anstehenden Girls’Day im Blick, der am 26. April wieder viele regionale Angebote bereithalten wird. „Wenn wir junge Frauen begeistern wollen, müssen wir für gute Informationsmöglichkeiten sorgen“, ist auch Marija Madunic, Mitorganisatorin von „Technik – eine Perspektive für Mädchen“.

Die teilnehmenden Schülerinnen jedenfalls waren begeistert und empfanden den Vormittag als sehr informativ „mit viel Input hinsichtlich der Lebensweg- und Berufswegplanung“. Überrascht waren sie, dass laut Statistik Mädchen noch immer typisch weiblich an die Berufswahl herangehen: Von 360 möglichen Berufsausbildungen beschränken sie sich durchschnittlich auf zehn und grenzen dadurch ihre Möglichkeiten stark ein. „Nach dem Aktionstag hat sich der Blickwinkel für die 13 Teilnehmerinnen sicherlich erweitert“, ist Martina Klöpfer überzeugt: „Ab sofort ist Technik eine Perspektive für diese Mädchen!“

Seite zurück Nach oben